Star Wars – Krieg am Talenthimmel

von Luisa

Unternehmen fehlt es an Nachwuchs mit Potenzial. Talent entscheidet trägt heute wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Daher ist jedem Unternehmen ein Anliegen, möglichst viele dieser Talente einzustellen und langfristig zu binden. Der War for Talent macht es also jeder Organisation zur Aufgabe, ein attraktiver Arbeitgeber zu werden. Und was sind die richtigen Zutaten, die nötig sind, um zu einem attraktiven Arbeitgeber zu werden?

Talent matters – but culture matters more!

HR Vordenker Dave Ulrich, von der University of Michigan, vertritt den Standpunkt, die Unternehmenskultur spielt in dem Kampf um die Talente die wichtigste Rolle. Man muss es als Unternehmen schaffen, mit seiner Kultur herauszustechen. Wenn man es schafft eine Unternehmenskultur zu etablieren, die den Talenten Freiraum in ihrer Arbeit gibt, sie fördert ohne sie zu überfordern und den Menschen an sich mit all seinen Wünschen, Bedürfnissen und Eigenschaften in den Fokus stellt, muss man sich im Wettbewerb um Talente keine Sorgen mehr machen – kein Talent würde sich eine Arbeit in so einem Unternehmen entgehen lassen.

Wie lässt sich Unternehmenskultur systematisch beeinflussen?

Hier liefert uns ein anderer Vordenker - Niklas Luhmann - drei Hebel aus der Systemtheorie. Die These: Kultur lässt sich nur indirekt verändern und dies kann aus drei Richtungen funktionieren:

  • Entscheidungsprogramme - WAS?
    Worum geht es inhaltlich? Was sind die Kriterien, die Maßstäbe? Wie ist die Strategie? Was soll geschehen, was nicht? Kultur lässt sich also verändern, wenn inhaltlich andere Prioritäten verfolgt werden (z.B. der Fokus eher auf Qualität statt auf Umsatzwachstum gelegt wird). Entscheidungsprogramme sind entweder formalisiert wie z. B. Businesspläne oder Strategien. Oder sie sind implizit, wie z.B. die „mentalen Modelle“ oder das Bauchgefühl des Geschäftsführers.
  • Kommunikationsstrukturen - WIE?
    Wie ist das System aufgebaut, organisiert? Wer ist wann und wie einzubeziehen? Welche Spielregeln sind wann zu beachten? Mit „Kommunikationsstrukturen“ sind die in der Organisation angelegten sozialen Räume gemeint, die für die Regelkommunikation in der Aufbau- und Ablauforganisation bestimmt sind.
  • Personen - WER?
    Welche personellen Ressourcen sind vorhanden? Und was wird geschätzt und gezeigt? Was streben sie an, wodurch sind sie motiviert? Hier geht es um Personalentscheidungen und Stellenbesetzungen. In dem Maß wie sich in Organisationen die Anforderungen an Führung verändern, werden Personen selbst zu Einflussgrößen auf die Kultur.

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