Peter Lindbergh sucht Wirklichkeit hinter der Fassade.

von Rahel Heitmann

„Ich denke es gibt’s nichts Schöneres, als irgendwann man selbst zu sein und auch so auszusehen.“

Mit dieser Ansicht revolutionierte Peter Lindbergh die Modefotografie in den 80er Jahren und schuf etwas Neues. Models, die keine Maske aus Make-up trugen, sondern sie selbst waren, natürlich, echt und ungeschminkt.

Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie in Duisburg zog er in die Welt hinaus und wurde zum Erneurer, zur Ikone der Modefotografie. Es war Lindbergh, der die Supermodels der 90er quasi erfunden hat. Der ihre Ausdrucksstärke fand. Ihre Persönlichkeit, über alle Posen und Moden hinweg. Dem es um die Person ging, diese „gewisse Wirklichkeit hinter der Fassade“, wie er in einem Interview einmal betonte.

Der Blick hinter die Maske

Und genau das ist das Spannende, womit auch wir in unserer Arbeit täglich zu tun haben. Menschen kennenlernen und hinter die Maske blicken. Dahinter Talente entdecken und diese fördern. Menschen in ihr Element bringen. Doch dafür gilt es zu allererst herauszufinden, wer diese Person ist. Ein Gefühl für sie zu bekommen. Denn Talent ist etwas ganz Persönliches. Die Individualität des Einzelnen zählt. Das, was in ihr schlummert und sie formt.

In den Momenten, in denen wir unser Talent ausleben, sind wir wahrscheinlich am meisten wir selbst. Weil wir das tun, was wir lieben. Und wünschen wir uns nicht genau dadurch etwas Wertvolles zu schaffen? Weil wir, wir selbst sind? Weil wir echt sind?

Weil wir das tun, was wir lieben.

Zurück

Blog via E-Mail abonnieren