Fast Networking

von Christoph Bader

Die Methode „Fast Networking“ sorgt für einen dynamischen Einstieg in das Thema des Workshops.

In Form von "Mini-Interviews" wird das relevante Wissen aller Teilnehmer abgefragt und anschließend in Kleingruppen verdichtet, visualisiert und im Plenum präsentiert. Weil jeder mit jedem kurz in Kontakt kommt, entsteht rasch eine gute Arbeitsatmosphäre. Die Methode eignet sich besonders gut zu Beginn einer Veranstaltung, kann grundsätzlich aber immer auch dann eingesetzt werden, wenn es sinnvoll ist das kollektive themenspezifische Know-how der Gruppe schnell und einfach zusammenzutragen (z.B. bei der Sammlung von Lösungsideen oder bei der Abfrage möglicher Störungen und Hindernissen).

Ablauf

Im Vorfeld sollte sich der Moderator einige Fragen zum Thema überlegen, die den Themeneinstieg erleichtern. Hier einige Beispiele: "Was sind Erfolgsfaktoren von ...?, "Welche Erfahrungen haben Sie mit ...?", "Welche Hoffnungen/Befürchtungen haben sie im Hinblick auf ...?", Wie sehen sie Ihre Rolle im Kontext von ...?"

Schritt 1: Interview-Phase (max 25. Minuten)

Dies Leitfragen werden im Plenum kurz vorgestellt und auf 4-6 Kleingruppen verteilt (eine Frage pro Gruppe - Gruppenzusammensetzung am besten per Zufall). Nun beginnen die Teilnehmer jeder für sich im Stile eines "rasenden Reporters" Antworten auf Ihre Leitfrage zu finden. Jeder im Raum darf befragt werden. Hier geht es nicht um intellektuellen Tiefgang, sondern darum möglichst viele Blitzlichter und Stimmen von so vielen Personen wie möglich zu erhalten. Nach anfänglicher Irritation sollte ein munteres Treiben im Raum beginnen, wo die Teilnehmer selbst entscheiden mit wem sie sprechen und wem sie Antworten geben.

Schritt 2: Informationsverdichtung in den Kleingruppen

Nach Abschluss der Interviewphase treffen sich die Kleingruppen wieder vor "ihrem" Flipchart. Sie erhalten jetzt den Auftrag, die gesammelten Informationen zusammenzutragen und in geeigneter Weise für die Präsentation im Plenum aufzubereiten. Auch hier gilt: Es geht um „Fast Networking“, also Geschwindigkeit und Interaktion. Die Aktivität und die Interaktion der Teilnehmer ist im Zweifelsfall wichtiger als das inhaltlich "korrekte" Ergebnis.

Schritt 3: Ergebnisvorstellung im Plenum

Nacheinander präsentieren die Kleingruppen. Auf diese Weise bekommen alle einen guten Überblick über das im Raum vorhandene Wissen, Einstellungen und Erfahrungen. In der Kurzversion der Methode kann so in 30 Minuten ein interaktiver, fokussierter und lockerer Einstieg in einen guten Tag gelingen.

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