KULTURKARTEN – ein Werkzeug zur Teamführung

von Yassin

Teamentwicklung ist für Führungskräfte keine leichte Aufgabe. Die Schwierigkeit liegt nicht darin, die richtigen Einzelpersonen zu finden, sondern eine gute Gruppendynamik entstehen zu lassen. Die „Kulturkarten“ können dabei helfen, mögliche Hindernisse aufzudecken und das Gemeinsame zu stärken.

Wie werden die Kulturkarten genutzt?

1. Nähe in Einzelgesprächen aufbauen: Die Führungskraft führt Einzelgespräche mit jedem Teammitglied. So fällt es den Teammitgliedern leichter, auch sensible Themen anzusprechen. Während den Gesprächen sollte gefragt werden:

  • Was soll das Team in den kommenden 6 Monaten erreichen?
  • Was ist deiner Meinung nach der schwierigste Teil dabei?
  • Wie sollte die Zusammenarbeit dafür aussehen? (Wie oft wollen wir uns treffen? Wie sollte sich das Team zusammensetzen? Wie soll die Entscheidungsfindung aussehen?)
  • Was sollten die Kollegen über deine Arbeitsweise wissen?

2. Ergebnisse zusammenfassen: Nachdem die Gespräche geführt wurden, schaut die Führungskraft nach erkennbaren Mustern und Themen, die häufiger angesprochen wurden. Die Ergebnisse werden auf den Karten zusammengefasst (wie in dem Beispiel oben), indem die Führungskraft den Wert/das Thema benennt zu dem es mehrere Aussagen in den Gesprächen gab. Auf der Rückseite wird dies konkretisiert mit eben diesen Aussagen der jeweiligen Teammitglieder.

3. Besprechung im Team: Vor dem gesamten Team werden die Karten vorgestellt. Danach soll das Team darüber diskutieren, welche Punkte am wichtigsten sind, was überraschend ist und welche Punkte kontrovers sind und besprochen werden sollten. Sollte ein Thema eine besondere Relevanz haben, ist es sinnvoll, eine Person auszuwählen, die für dieses Thema verantwortlich ist und sich darum kümmert, dass daran gearbeitet wird.

4. Wiederholung: Diese Methode sollte einmal im Quartal wiederholt werden. Zum einen dient dies der Überprüfung, ob sich seitdem etwas verändert hat und zum anderen können so neue relevante Dinge aufgedeckt, diskutiert und wieder bearbeitet werden.

Offenheit, Regelmäßigkeit und Aktion

Offene Gespräche und Diskussionen zu führen ist nicht immer leicht. Umso wichtiger ist es, einen Raum zu erschaffen, bei dem alle, und möglichst ohne Hemmungen, am Diskurs teilnehmen. Jedes einzelne Teammitglied sollte die Möglichkeit haben, gehört und ernstgenommen zu werden. Dafür bietet sich die Methode der Kulturkarten ideal an, da sie Einzel- und Gruppengespräche kombiniert und ein regelmäßiges Ritual der Teamentwicklung etabliert.

Zurück

Blog via E-Mail abonnieren