1+1 = 1 - klingt komisch, ist aber so!

von Ruth Mörschel

Wir durften zwei Teams dabei begleiten, erste Arbeitsschritte zusammen zu gehen - heute wollen wir euch ein Tool vorstellen, das dabei besonders hilfreich war:

 

Die Fieberkurve der Zusammenarbeit.

 

Wem kann es helfen?

  • Teams, die seit relativ kurzer Zeit zusammen arbeiten
  • Teams unterschiedlicher Abteilungen, die gemeinsame Arbeitsprozesse gestalten

Zwei Teams, drei Perspektiven!

Um einen möglichst umfassenden Eindruck der Zusammenarbeit zu erhalten, sind drei Perspektiven hilfreich: Die der beiden Teams und die der Teamleiter*innen. In unserem Beispiel der Etex Building Performance (vorher Siniat und Promat) waren das die beiden HR-Teams und deren Teamleiter. Grundsätzliche Herausforderung für das gemeinsame Arbeiten boten einerseits die unterschiedlichen örtlichen Standorte (Rheinland und Hessen) sowie andererseits die jeweiligen Arbeitsprozesse im HR-Bereich.

Zusammenarbeit visualisieren

Wie lässt sich Teamarbeit visualisieren? Sicherlich gibt es da einige Methoden. Die “Fieberkurve der Zusammenarbeit” hat sich für uns als besonders hilfreich herausgestellt. Grundlage dieser Visualisierung ist ein Koordinatensystem. Die y-Achse bezieht sich auf die Qualität der gemeinsamen Arbeit, auf der x-Achse wird die zeitliche Dimension (beispielsweise Quartale) bis “Heute” dargestellt.

Zu Beginn wurden drei Gruppen gebildet: Die bisher bestehenden HR-Teams und der Teamleiter. Teams und Teamleiter erhielten die Aufgabe, die Qualität der Zusammenarbeit bezogen auf einen bestimmten Zeitpunkt zu markieren. Möglicherweise gab es in den Teams bei der Erstellung vorab unterschiedliche Wahrnehmungen hinsichtlich der Zusammenarbeit. Hier liegt es in der Verantwortung der Teams sich auf wichtige Punkte zu einigen. Der Teamleiter hatte es hier etwas leichter, da er ausschließlich seine eigene Wahrnehmung darstellen sollte. Die markanten Punkte wurden in das jeweilige Koordinatensystem eingetragen und mit einem Stichwort benannt. Diese werden im Anschluss durch eine Linie miteinander verbunden - wie früher in Mathe, nur anders. Ein Kurvendiagramm wird sichtbar- eine “Fieberkurve”.

Kurvendiskussion

Alle drei Fieberkurven wurden im Plenum vorgestellt, Stichworte ausgeführt und durch Hintergrundinformationen ergänzt. Dadurch konnten alle Beteiligten verschiedene Facetten der Zusammenarbeit wahrnehmen. Zunächst wurden nur Verständnisfragen gestellt und keine Kommentare gegeben. Im Anschluss daran gab es Reflexionsfragen, die bei der Analyse der Visualisierungen helfen sollten:

  • Welche Gemeinsamkeiten sind erkennbar?
  • Welche Unterschiede sind erkennbar?
  • Welches Muster ergibt sich für die bisherige Zusammenarbeit?
  • Welche Ereignisse haben die gemeinsame Zusammenarbeit unterstützt?
  • Was fehlt für eine Verbesserung der Zusammenarbeit?

Und das Ergebnis?

Die Zusammenschau der Fieberkurven und die damit verbundene Visualisierung half dem neu entstandenen Team und dem Teamleiter, die Themen zu erkennen, an denen weitergearbeitet werden soll. Darüber hinaus wurden Schnittfelder erkennbar, an denen bisher keine Zusammenarbeit stattfand. Außerdem wurde deutlich, dass alle insgesamt eine Verbesserung der Zusammenarbeit empfanden (die Kurven gingen am Ende nach oben). Die Visualisierung ermöglichte zudem eine offene Kommunikation über markante Ereignisse - das hat einerseits herausgefordert, andererseits spürbar Motivation gefördert!

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