Die EinDollarBrille - ein Interview mit dem Vorstand Markus Urff

von WERTEFABRIK

Der EinDollarBrille e.V. versorgt Menschen in Entwicklungsländern mit Brillen, die sich sonst keine leisten könnten. In einem Interview verrät Markus Urff, Vorstand der EinDollarBrille, was genau die EinDollarBrille ist und wie die Wertefabrik den gemeinnützigen Verein unterstützen konnte.

Copyright: EinDollarBrille e.V.

 

Wie bist Du zur EinDollarBrille gekommen und was ist deine Aufgabe?

Von der EinDollarBrille habe ich zuerst 2014 erfahren, als ich bei Brille24 eine Brille gekauft habe. Dieser Brille war ein Flyer der EinDollarBrille beigelegt. Auf der Homepage habe ich mich dann weiter informiert, die EinDollarBrille angeschrieben und daraufhin einen Infotag besucht. Ich war schon länger auf der Suche nach einem sozialen Projekt, bei dem ich mich einbringen kann. Daher habe ich mich entschlossen die EinDollarBrille im Fundraising zu unterstützen. Nach und nach übernahm ich weitere Aufgaben. Inzwischen bin ich im Vorstand der EinDollarBrille und dort verantwortlich für unser Projekt in Burkina Faso (Westafrika), das Business Development, das institutionelle Fundraising und die Wirkungsmessung.

 

Was genau macht die EinDollarBrille?

Die EinDollarBrille bildet Brillenproduzenten und Optiker in Entwicklungsländern aus und baut dort ein Social Business auf. Martin Aufmuth, Lehrer und Gründer von der EinDollarBrille, hat eine Biegemaschine erfunden, mit der man Brillen herstellen kann. Wir bilden zunächst die Brillenproduzenten und Optiker aus. Dann gehen wir in die Dörfer und Städte. Dort führen wir Sehtests durch und verkaufen die Brillen zu einem sozialen Preis, welcher bei etwa zwei bis drei lokalen Tageslöhnen liegt. Durch den Verkaufspreis werden die laufenden Kosten für das Material und die Löhne gedeckt. Somit trägt sich das Projekt – nach einer spendenbasierten Anschubfinanzierung – langfristig finanziell selber.

 

Wie konnte die Wertefabrik die EinDollarBrille unterstützen?

Die Wertefabrik hat uns unterstützt, indem sie unsere Teamentwicklung durch Teamtrainings und Einzelcoachings pro bono begleitet hat. Hierbei hat sich die Wertefabrik sehr gut auf unsere aktuelle Situation und Herausforderungen eingelassen. Die jahrelange Erfahrung der Trainer der Wertefabrik hat dazu beigetragen, dass wir hier schnell die Zusammenarbeit in unserem Team weiterentwickeln konnten. Wir spüren in unseren Tagesabläufen, dass ein gut aufgestelltes und gecoachtes Team deutlich produktiver arbeitet und mehr Leistung erbringt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Wertefabrik!

 

Welche Ziele für die Zukunft hat die EinDollarBrille? Und was ist eure Vision?

Unser Ziel ist es, dass sich alle Menschen auf dieser Welt eine Brille kaufen (leisten) können. Wir wollen daher mindestens 150 Millionen Menschen mit Brillen zu versorgen. Wir sind momentan in acht Ländern in Afrika, Asien und Südamerika tätig. In den nächsten Jahren planen wir unsere Projekte in den bestehenden Projektländern auszuweiten und in neuen Ländern zu starten. Wir möchten den Menschen durch Hilfe zur Selbsthilfe helfen, damit diese – dank Brille – wieder zur Schule gehen können, arbeiten können und ihre Familie ernähren können.

 

Wie kann man die EinDollarBrille unterstützen?

Die EinDollarBrille kann man unterstützen, indem man uns im Freundes- und Bekanntenkreis bekannt macht, uns – wie es die Wertefabrik gemacht hat – ehrenamtlich Know-How zur Verfügung stellt oder uns finanziell unterstützt. Weitere Informationen gibt es auf www.eindollarbrille.de.

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