Bereicherung oder Blenden?

von Luisa

Work-Life-Balance ist Schnee von gestern. Längst wurde dieser Begriff durch einen neuen ersetzt: Das Work-Life-Blending. Bei diesem Trend geht es darum, das berufliche und private Leben vollkommen ineinander verschmelzen zu lassen. Aber: Wollen wir das wirklich? Bringt uns das auf den Weg zur „guten Arbeit“?

Bei vielen Unternehmen ist es schon an der Tagesordnung, dass die Mitarbeiter ihre Arbeit flexibel einteilen können. Flexibel bedeutet in dem Fall, dass sie sowohl den Ort als auch die Zeit für die Arbeit individuell gestalten können.

Im Büro übernachten?

Die Idee des Work-Life-Blending führt allerdings noch weiter: Der berufliche Alltag soll an private Interessen ausgerichtet werden – klingt erst einmal gut – allerdings heißt das im Umkehrschluss, dass es dann weder einen Feierabend, noch ein Wochenende gibt. Wir finden, jeder braucht sowohl Freizeit, als auch Wochenende. Jeder braucht Zeit für sich, um seinen Akku aufzuladen, um neue Ideen und Inspirationen zu sammeln und um Spaß mit seinen Lieblingsmenschen zu haben – ohne, dass der Chef sauer wird, wenn man nicht auf Anrufe oder Mails antwortet. „Gute Arbeit“ bedeutet auch, die Arbeit mal links liegen zu lassen und das zu tun, was einem guttut. Mit geschlossenem Laptop und dem Firmenhandy auf Lautlos.

Flexibilisierung der Arbeit: Sehr gerne. Aber Freizeit sollte FREIzeit bleiben.

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