Ihr Herz schlägt für ihr Land.

von Luisa Vaerst

Ihr Name ist genauso einzigartig wie ihr Lebenslauf: Aung San Suu Kyi wurde 1945 in Myanmar geboren, einem Land, in dem die Frauenemanzipation lange nicht so fortgeschritten ist wie in Deutschland. Sie studierte in Oxford Philosophie, Politik und Wirtschaft. Nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland begann ihr unermüdlicher Kampf für die Demokratie – dieser Kampf brachte ihr neben dem Friedensnobelpreis jedoch leider auch einige Hausarreste ein. Myanmar wurde bis 2011 von einer Militärregierung mit harter Hand geführt, danach übernahm eine vom Militär gelenkte, nur scheinbar zivile Regierung die Geschäfte.

„You should never let your fears prevent you from doing what you know is right.“

Aung San Suu Kyi ist heute mit ihrer demokratischen Partei in Myanmar an der Regierungsspitze. Diesen Erfolg hat sie allein ihren Überzeugungen und ihrem Mut zu verdanken, bedingungslos für ihr Land einzustehen. Es interessiert sie nicht, was andere über sie denken – sie bleibt sich treu und ist damit erfolgreich. Laut der vom Militär diktierten Verfassung darf sie das Land aber nicht regieren, da ihre Söhne ausländische Pässe haben. Dies hält sie aber nicht davon ab, ihre Werte und Moralvorstellungen durchzusetzen.

Auch wenn wir zurzeit ängstlich sind und nicht wissen, wie es mit der Flüchtlingspolitik in Deutschland weitergehen soll, sollten wir nicht vergessen, was moralisch richtig ist. Aung San Suu Kyi – wir ziehen den Hut vor dir.

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