Polarisierend. Echt. Hannah.

von Luisa Vaerst

Der Hintergrund

Stell dir vor, du musst aus deiner Heimat fliehen, weil du verfolgt wirst. Du musst deine Freunde, deine Familie und dein altes Leben zurücklassen, um weiterzuleben. Nun bist du staatenlos in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache und fremden Menschen. Würdest du die Kraft finden, etwas Großes aus deinem Leben zu machen?

Hannah Arendt hatte diese Kraft

Von den Nationalsozialisten verfolgt, wurde sie nach dem Exil in Paris amerikanische Staatsbürgerin und eine der berühmtesten Philosophinnen und Politikwissenschaftlerinnen ihrer Zeit. Sie setzte sich unermüdlich für die Juden ein und machte sich dadurch nicht nur Freunde. Durch ihren Kampfgeist wurde sie Journalistin und lehrte an Universitäten wie Harvard und Princeton.

Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar

Hannah Arendt polarisierte. Sie eckte an, sorgte für viele öffentliche Diskussionen und blieb dennoch immer sie selbst. Ihr war es egal, was andere über sie dachten. Sie war eine starke und selbstbewusste Frau, in einer Zeit, in der die Frauen laut dem Gesetz noch ihre Männer fragen mussten, ob sie überhaupt einen Beruf ausüben dürfen. Wir denken heutzutage viel zu oft darüber nach, was andere von uns denken könnten, bevor wir etwas aussprechen oder tun. Ist meine Meinung gesellschaftskonform? Bekomme ich für meinen Post bei Facebook auch genügend Likes? Was denken meine Freunde, wenn ich den Bowling-Abend absage, um stattdessen ein gutes Buch zu lesen?

Aber sind wir glücklicher, wenn wir uns den anderen anpassen?

Hannah Arendt würde dies klar verneinen. Und dieser Meinung sind wir in der Wertefabrik auch. Wir wissen selbst am besten, was uns glücklich macht. Wir bestimmen unsere Meinungen, Einstellungen und Werte. Jeder von uns ist einzigartig, also lasst uns ein einzigartiges Leben führen.

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